Viele Streamer träumen davon, mit ihrem Hobby Geld zu verdienen und irgendwann vollzeit von Content Creation zu leben. Die Wahrheit ist jedoch: Sobald Geld ins Spiel kommt, bist du nicht mehr nur Creator – du bist Unternehmer. Und das bringt deutlich mehr Pflichten mit sich, als „einfach nur regelmäßig live zu gehen oder Videos hochzuladen“.
Viele Streamer träumen davon, mit ihrem Hobby Geld zu verdienen und irgendwann vollzeit von Content Creation zu leben. Die Wahrheit ist jedoch: Sobald Geld ins Spiel kommt, bist du nicht mehr nur Creator – du bist Unternehmer. Und das bringt deutlich mehr Pflichten mit sich, als „einfach nur regelmäßig live zu gehen oder Videos hochzuladen“.
Selbstständigkeit als Content Creator heißt:
Du führst ein eigenes Unternehmen – auch wenn du allein arbeitest.
Du bist nicht angestellt, sondern arbeitest auf eigene Rechnung.
Du hast maximale Freiheit, aber auch volle Verantwortung für Einkommen, Steuern, Versicherungen und Vorsorge.
Das Gute vorweg: Das alles ist kein Hexenwerk. Nahezu jeder kann sich mit Disziplin, Struktur und Wissen ein stabiles Einkommen aufbauen. Entscheidend ist, dass du Selbstständigkeit wie einen echten Job behandelst.
Sobald du regelmäßig Einnahmen erzielst, bist du verpflichtet, ein Gewerbe anzumelden. Die Gewerbeanmeldung erfolgt beim zuständigen Gewerbeamt, kostet meist nur wenige Euro und macht dich offiziell zum Unternehmer. In den meisten Fällen starten Creator als Einzelunternehmer oder mit einem Kleingewerbe. Wichtig ist, die Tätigkeit möglichst breit zu formulieren, damit du auch für zukünftige Einnahmequellen flexibel bleibst. Nach der Anmeldung meldet sich automatisch das Finanzamt bei dir und fordert den Fragebogen zur steuerlichen Erfassung an. Ab diesem Zeitpunkt bist du verpflichtet, deine Einnahmen und Ausgaben ordentlich zu dokumentieren.
Buchhaltung ist das Fundament deiner Selbstständigkeit. Wenn du deine Finanzen nicht im Griff hast, verlierst du schnell den Überblick und gerätst in Stress mit dem Finanzamt. Deshalb solltest du vom ersten Tag an eine geeignete Buchhaltungssoftware einführen. Viele Creator, auch bei LiveRise, nutzen Lexware, um die regelmäßigen Einnahmen, wie Abos, Affiliate-Provisionen über Pushed und Sponsorings zu erfassen sowie alle Ausgaben wie Equipment, Software, Internet oder Versicherungen zu dokumentieren. Mit digitalen Tools wie Lexware lässt sich dieser Prozess deutlich vereinfachen. Tool wie Finanzguru helfen dir, deine Finanzen im Blick zu haben.
Mit der Selbstständigkeit entstehen steuerliche Pflichten. Die meisten starten als Einzelunternehmer, da dies der einfachste Einstieg ist. Besteuert wird dein Gewinn über die Einkommensteuer. Gewerbesteuer fällt erst ab 24.500 € Gewinn pro Jahr an und ist für viele Creator anfangs nicht relevant. Zusätzlich kann Umsatzsteuer anfallen, weshalb viele zunächst die Kleinunternehmerregelung nutzen, wenn der Umsatz unter 22.000 € im ersten und unter 50.000 € im Folgejahr liegt. Dadurch wird die Buchhaltung vereinfacht, da keine Umsatzsteuer abgeführt werden muss.
Eine Faustregel ist dennoch, 30% der Einnahmen für Steuerzahlungen zurückzulegen. Wer früh Struktur schafft, ein gutes Buchhaltungsprogramm wie Lexware nutzt und seine Steuern im Blick hat, vermeidet Stress und teure Fehler.
In Deutschland besteht Krankenversicherungspflicht – auch für Selbstständige. Als Creator trägst du die Kosten jedoch vollständig selbst. Du kannst dich entweder freiwillig gesetzlich oder privat versichern, wobei beide Modelle Vor- und Nachteile haben. Neben der Krankenversicherung sind weitere Absicherungen sinnvoll, etwa eine Betriebshaftpflicht, eine Rechtsschutzversicherung oder eine Berufsunfähigkeitsversicherung. Am besten nutzt du Vergleichsplattformen wie Tarif-CHECK24 um passende Tarife zu finden und miteinander vergleichen. So findest du einen passenden Tarif.
Bei den Verlinkungen handelt es sich um Affiliate-Links, wodurch unser Creator-Management eine Provision erhält.
Da Streamer und Creator, als Selbstständige, in der Regel nicht automatisch in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen, ist die private Vorsorge besonders wichtig. Grundsätzlich besteht die Möglichkeit, freiwillig in die gesetzliche Rentenversicherung einzuzahlen, allerdings sollten sich Selbstständige hierzu genau informieren.
Ab dem Moment, in dem du selbstständig bist, gilt: Du bist Unternehmer – und damit selbst dafür verantwortlich, Rücklagen für schlechtere Zeiten und für das Alter zu bilden. Viele Creator konzentrieren sich unserer Erfahrung nach jedoch besonders auf ihre aktuellen Einnahmen. Einnahmen können jedoch einbrechen, etwa durch nachlassenden Support aus der Community, einen Shitstorm, Änderungen an Algorithmen, weniger Kooperationen oder sinkende Reichweiten. Auch Krankheit, kreative Pausen oder ein späterer Karrierewechsel gehören zur Realität.
Genau deshalb sind Rücklagen unverzichtbar! Empfehlenswert ist ein Puffer von mind. zwei bis drei Monatsausgaben, um schwierige Phasen abzufedern.
Zusätzlich solltest du dich mit deinem langfristigen Vermögensaufbau z.B. für das Alter oder zum Schutz vor Inflation befassen. Beispielsweise könntest du Geld am Kapitalmarkt angelegen. Das bringt zwar ein gewisses Risiko mit sich, lohnt sich aber aus persönlicher Erfahrung, wenn langfristig und breit gestreut investiert wird. Durch unseren persönlichen Kontakt zu unseren Creator wissen, wir dass die meisten zu diesem Zwecke auf Neobroker wie Scalable Capital und Trade Republic setzen. Geht es um Kryptowährungen hören wir auch oft Bitpanda oder Binance. Vergleiche auf jedenfalls selbst, um eine fundierte Entscheidung zu treffen.
Wer sich rechtzeitig um Rücklagen und Altersvorsorge kümmert, schafft sich als selbstständiger Creator langfristige Sicherheit.
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